Diskussionen lohnen nicht, mein Darling!

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Promotion and marketing concept - Little people in front of a loudspeaker

Diskussionen lohnen nicht, mein Darling!

Durch meine Arbeit mit Menschen und besonders auch durch meine Aktivitäten in den Sozialen Medien bin ich Diskussionen gewohnt. Bereits in der Schule wurden wir alle in den Methoden der Diskussion trainiert, lernten rhetorische Stilmittel, Techniken wie den Advocatus diaboli, sachliche Argumentationsführung und vieles andere. Im Studium oder Beruf lernten die meisten von uns wie man Arbeitsergebnisse sachlich vorträgt und wie man mit Kritik umgeht. Einige von uns erhielten dann zusätzlich noch Fortgeschrittenen Training in Verkaufstechniken, Dialektik oder sogar eher psychotherapeutischen Techniken wie z.B. dem Neurolinguistischen Programmieren. Nur, was hat das am Ende eigentlich genutzt?

Ich gebe zu, der Titel dieses Artikels ist bewusst provokant gewählt. Aber ganz ehrlich: Wo hat das mit den Diskussionen eigentlich wirklich einmal so wie in der Theorie funktioniert? Gibt es am Ende nicht immer einen „Verlierer“ und einen „Gewinner“? Wie oft resultiert der Ausgang einer sachlich geführten Diskussion ausschließlich aus der Waffenungleichheit der Diskussionspartner, wie es z.B. zwischen Bürgern und Politik oder Angestellten und Arbeitgeber der Fall ist?

Neuerdings wird diese Waffenungleichheit sogar künstlich durch eine angebliche „moralische“ Überlegenheit einzelner Standpunkte geschaffen, die sachliche Argumente des Gesprächsgegners lediglich aufgrund einer angeblichen moralischen Unterlegenheit abwerten und somit für ungültig erklären.

Diskussionen sind natürlich nicht grundsätzlich sinnlos, wie der Titel dieses Artikels es suggeriert. Wer eine Diskussion führen will, muss sich zwangsläufig an Regeln halten. Bei diesen Regeln handelt es sich um Respekt, Fairness und auch den Willen, dem Gesprächspartner wirklich zuzuhören. Das krasse Gegenteil und perfekte Beispiele für sinnlose Diskussionen sind die zahlreichen Talkshows, egal ob es sich um Hart aber Fair, Maischberger oder auch Formate wie Lanz handelt. Dort steht lediglich die publikumswirksame, aber ansonsten völlig sinnlose Produktion von Worthülsen an erster Stelle.

Wer eine sinnvolle Diskussion führen möchte, muss sich auch auf seinen Gesprächspartner einlassen und ihm auf argumentativer Ebene begegnen. Wer dazu nicht ohne Herabsetzung des Gesprächstpartner in der Lage ist, der braucht gar nicht erst mit seiner heißen Luft begenen. Im Gegenzug sollten diese Personen dann aber nicht verwundert sein, wenn irgendwann niemand mehr mit ihnen diskutiert, sondern sie ohne Vorwarnung direkt eine Keule abbekommen. Menschen sind manchmal leicht zu übertölpeln, aber irgendwann merkt auch der Dümmste, wenn er mal wieder ausgetrickst oder überredet wurde – beides ist das klassische Gegenteil vom klassischen „Überzeugen“.

Aus diesem Grund lehne ich Diskussionen mit unqualifizierten Gesprächspartnern ab. Mein Grundsatz lautet: Wenn Du mich respektierst, respektiere ich Dich! (Hier empfiehlt sich die Transaktionsanalyse nach Thomas Harris…) Menschen die mich nicht respektieren, kann ich in den Sozialen Medien ganz bequem blocken – im realen Leben lasse ich diese Menschen dort stehen, wo sie sich eben befinden. Vielleicht entwickeln diese Menschen sich ja weiter und lernen eines Tages, dass sich wirkliche Empathie und echter Respekt nicht aus den Leitlinien einer Partei oder einer Religion ableitet. Man sollte das Hoffen niemals aufgeben.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr! 2016!

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