Farewell, Rich!

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Ob das Internet jetzt gut oder schlecht ist, kann in den Bereich der Glaubensfragen verschoben werden. Letztlich ist das Internet ein Neutrum und es kommt einfach darauf an, wie es benutzt wird.

Bis vor einigen Jahren kannte man als Deutscher vor allem die nationalen Stars, Sternchen und C-Promis – neben den großen Hollywood-Stars natürlich. Dazwischen war kein Platz für etwas anderes, es sei denn man hatte persönlichen Bezug z.B. in die USA, Frankreich oder Spanien. Dies hat sich 2017 aber schon lange erledigt und wer will, kann „ganz normalen“ Menschen bei ihrem ganz persönlichem Wahnsinn begleiten.

Ein Weg das zu tun ist die mittlerweile bereits altgediente Plattform YouTube. So ist es mir vor einigen Jahren passiert, dass ich auf einem Video hängengeblieben bin, in dem ein über und über muskelbepackter Bodybuilder etwas über Gott, die Welt und das Leben dazwischen erzählt hat.

Diese Bodybuilder war Rich Piana / @1dayumay. (Hier ein Link zu seiner offiziellen Seite auf YouTube).

Piana erzählte in dem Video etwas über Neid und die Art wie er es tat, war einfach großartig. Neid ist gerade in unserer Gesellschaft ein großes Problem. Piana war erfolgreich und erzählte darüber und wie er mit Neidern und Hatern umging.

Seitdem ich dieses Video gesehen hatte, surfte ich immer wieder einmal auf seine YouTube Seite um zu sehen, ob er ein interessantes Video online hatte. Mit der Zeit wurde Rich sozusagen zu einem Wegbegleiter, der ich immer gerne zugehört habe.

Okay, ich bin kein Bodybuilder und deshalb habe ich mich natürlich auch eher nicht die Videos angesehen, in denen er ausschließlich über dieses Thema gesprochen hat. Warum auch?

Rich Piana ist nun im Alter von 46 Jahren gestorben. Der Bodybuilder war bekannt dafür, dass er jahrelangen Einsatz von Steroiden und Anabolika zugegeben hatte. Kritiker des Sports zeigen natürlich mit dem Zeigefinger auf diesen Fakt und damit ist dann jede Diskussion beendet.

Aber sollte man es sich wirklich immer so einfach machen? Ist das Leben so primitiv? Ich glaube nein!

Todesfälle sind in meinen Augen immer bedauerlich, ohne Ausnahme. Zudem war Piana in einem Bereich unterwegs, in dem Steroide zumindest nicht „unüblich“ sind, wenn nicht gar sogar eine Grundvoraussetzung für Erfolg. Wohlgemerkt ersetzen Steroide und Anabolika keinesfalls das Training, sondern bieten die Möglichkeit über ein „genetisches Limit“ beim Muskelaufbau hinweg zu kommen.

Rich Piana hatte mehr als eine Million Fans auf YouTube und das nicht ohne Grund: Er hat mit seiner Positivität einen Unterschied gemacht. Das macht jemanden für mich zu einem guten Menschen und deshalb wurde ich sehr traurig, als ich vor kurzem von seinem Tod erfuhr.

Schade Rich, mach´s gut!

 

 

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